
Erste Almhütte auf unserem Weg
Mein Traum wurde sehr früh am Morgen von meinem Wecker unterbrochen. Bereits um halb acht saßen wir dann in der Bauernstube am Frühstückstisch. Später betraten wir die Tierarztpraxis im Urlaubsort. Die junge Tierärztin untersuchte meinen Hund an der Pfote und erkundigte sich über seinen aktuellen Gesundheitszustand und gab ihm eine Spritze. Anschliessend wurde die Pfote gereinigt und die wunden Stellen erst mal vom Fell entfernt. Dann noch eine Salbe darauf und alles mit Watte gepolstert. Tapfer lies mein Hund alles über sich ergehen und bekam einen schicken royal blauen Verband angelegt. Zur Belohnung

Aufstieg mit vielen Wurzeln auf dem Weg
gabe es dann noch ein paar Leckerlies.
Zurück auf der Alm verschwand mein Hund auf dem Hundekissen und kuschelte sich hinein. Während er sich ausruhte gingen wir los auf unsere nächste Wanderung. Nach dem wir die Mautstelle zur Passstraße passierten ging es steil hinauf zur Talstation der Sesselbahn. Von hier starteten wir den Aufstieg auf den Berggipfel. Es war ungewohnt ohne Hund zu wandern. Sonst war er immer dabei und wusselte vorne, an der Seite und auch mal hinten herum
. Er fehlte mir sehr. Nach dem wir an der ersten Alm vorbei liefen ging es nur noch steil hinauf. Der Weg

Übersichtskarte
wurde sehr schmal und war übersät von vielen Wurzeln und Steinen. Auf den ersten Blick erkannte man den Weg nicht sofort
. Vor uns tauchte ein sehr steiler Aufstieg auf. Um Halt zu finden mussten wir uns mit den Händen an herausstehendem Gestein, Spalten und Ästen festhalten um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Wir kämpften uns Meter für Meter hinauf auf den Grad. Oben angekommen war ich von einem Glücksgefühl berauscht und genoss die tolle Aussicht, die wir uns redlich verdient hatten
. Balancierend liefen wir auf dem schmalen Grad entlang mit der Gewissheit, dass es links und rechts steil hinab ging. Auf diesem Weg mussten wir Schwindelfrei sein, denn sonst hätten wir es nicht geschafft am Gipfelkreuz in 1750 m anzukommen. Vorsichtig setzten wir einen Fuß vor den anderen. Als das Kreuz vor mir endlich die volle Größe erreicht

Aussicht aus 1.700 Meter
hatte, ging erneut ein Glücksgefühl durch meinen Körper. In diesem Moment wusste ich genau, dass ich alles schaffen kann
. Am Fußende des Kreuzes setzten wir uns nieder und verweilten dort eine geraume Zeit, um uns zu stärken. Weitere Wanderer gesellten sich zu uns. Es entwickelte sich eine Art der Zusammengehörigkeit, obwohl man sich erst wenige Minuten kannte. verrückt wie so etwas nach einer

Auf dem Grad
so kurzen Zeit auftreten kann, wofür man oft Monate braucht. Nach dem wir den kurzen aber anstrengenden Abstieg bis zur Alm oberhalb der Sesselbahn hinter uns hatten entschlossen wir die Bahn zu nutzen, um frühzeit wieder auf unserer Almhütte zurück zu sein. Die Fahrt mit der Sesselbahn war sehr erholsam.
Als wir die Tür zu unserer Almhütte öffneten stand mein Hund schon da und

Abstieg zur Sesselbahn
freute sich uns zu sehen. Schwanzwedelnd kam er auf uns zu gelaufen und zeigte sich fit und munter trotz dem Pfotenverband. Wir unternahmen eine kurzen Spaziergang im Wald. Doch als wir zurück kamen zeigt sich mein Hund gar nicht ausgelastet und fordert mich auf zum Spielen
. Eine Freundin löste mich ab, so konnte ich im Bauernhaus duschen gehen. Als ich zurück kam erfuhr ich, dass mein Hund das Fesselspiel mit ihr spielte. Nur ohne Vorwarnung, wie auch? Die Spielregeln macht mein Hund und der Zweibeiner ist hierbei das Opfer. Der Hund rennt um den Zweibeiner herum und im Schlepptau verläuft die 10 Meter Leine. Sobald er einmal im Kreis gelaufen ist flizt er ganz schnell los. Das Seil umwickelt die Knöchel und zieht somit mit voller Wucht dem Zweibeiner die Beine weg. Mit mir hat mein Hund das auch sehr gern gespielt, doch ich habe dazu gelernt und

Abfahrt mit der Sesselbahn
spiele es nicht mehr mit ihr. Doch die Freundin kannte es noch nicht. Sie fasste es mit sehr viel Humor auf und als sie da so auf dem Boden saß, fing sie an zu lachen. Doch nach der leichten Prellungen am Po und einer kleinen schürf Wunde am Knöchel hörte sie wieder auf mit meinem Hund zu spielen. Das nächste Spiel war ein Suchspiel. Das mein Hund auch mit Begeisterung annahm. Während ich die Leckerlies auf der Almwiese versteckte musste der Vierbeiner in der Hütte warten, damit er nicht sah wo sie lagen. Hinter der Türe guckten mich erwartungsvoll zwei bernsteinbraune Augen an und warteten sehnsüchtig darauf endlich die Suche zu beginnen. Nach ein paar Spiel-Runden war der Hund müde gesucht und ruhte sich in der Sonne aus.

Auf der Suche nach Beschäftigung
Als ich Nachts wegen einem Alptraum aufwachte und noch immer das Gefühl hatte meine Beine sind total schwer, stellte ich fest, dass mein Hund tief und fest auf meinen Beinen in meinem Bett schlummerte. Im Gegensatz zu mir
. Ich versuchte ihn so hin zu schieben, dass er nicht mehr mit dem ganzen Gewicht auf meinen Beinen lag und ich noch genug Bettdecke zum zudecken hatte. Kein leichtes unterfangen, so halb schlaftrunkend, aber irgendwie hat es dann doch geklappt und ich kam noch zu meinem Schlaf
.